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Gotteswort

17. Februar 2018


Samstag nach Aschermittwoch

Die Lesungen der ersten Fastenwochen dienten ursprünglich der Unterweisung der Glaubenschüler vor der Taufe. Es geht um eine aufrichtige und innere Bekehrung zu Gott hin und um das Zusammenleben in Gerechtigkeit und Liebe. Es geht um die wahre Gottesverehrung und um das Vermeiden von Fehlformen.

Hll. Sieben Gründer des Servitenordens (g)

Sieben angesehene Kaufleute verliessen zwischen 1225 und 1227 ihre Geschäfte in Florenz. Es war eine Zeit religiöser und politischer Kämpfe und sittlicher Verwilderung. Über die Anfänge der kleinen Gemeinschaft fehlt es an genauen Nachrichten. Zunächst führten sie ein sehr strenges Leben in der Einsamkeit des Monte Senario, nicht weit von Florenz. Sie übernahmen dann die Regel des hl. Augustinus und wurden als „Orden der Diener Mariens“ (Serviten) 1256 anerkannt, aber erst 1304 durch Papst Benedikt XI. endgültig bestätigt. Damals lebte noch der Letzte von den Sieben. Alessio Falconieri (gest. 17. Febr. 1310). Er bezeichnete es als Aufgabe der Serviten, heilig zu werden und allen Menschen den Weg zur Heiligkeit zu zeigen. Das bevorzugte Mittel dazu: die Betrachtung der Schmerzen Mariens und ihres göttlichen Sohnes. (Schott)

Kyrie

Christus, du hast mit Zöllnern und Sündern gegessen. Herr, erbarme dich.
Du bist Arzt der Kranken. Christus, erbarme dich.
Du kommst, um die Sünder zu dir zu rufen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, übe Nachsicht mit unserer Schwäche, und damit wir imstande sind, den Kampf mit den Mächten des Bösen zu bestehen, strecke deine Hand aus und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 58,9b–14

Wahre Frömmigkeit

Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.

Der Herr wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.

Deine Leute bauen die uralten Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern aus der Zeit vergangener Generationen stellst du wieder her. Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht.

Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst, wenn du den Sabbat (den Tag der) Wonne nennst, einen Ehrentag den heiligen Tag des Herrn, wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst, keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst, dann wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob geniessen.

Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Gerechtigkeit und Freude an Gott

Die gestrige Lesung weiterführend malt der Jesaja–Text in seiner Bildsprache eine künftige, messianische Freudenzeit aus. Vorausgesetzt sind die Wiederherstellung der verletzten zwischenmenschlichen Gerechtigkeit und die „Freude am Herrn“, die Gott die „Ehre“ gibt, ohne zu heucheln.

Antwortspalm

Psalm 86,1–6


R: Weise mir, Herr, deinen Weg; ich will ihn gehen in Treue zu dir.


Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr!
Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben!
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr!
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
Herr, erfreue deinen Knecht;
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Herr, vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er umkehrt auf seinem Weg und am Leben bleibt. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium

Lk 5,27–32

Die Berufung des Levi und das Mahl mit den Zöllnern

Als Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf, verliess alles und folgte ihm. Und er gab für Jesus in seinem Haus ein grosses Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch.

Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken?

Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.

Gegen ein Fehlverständnis der Religion

Jesus hält Gemeinschaft mit Zöllnern und Sündern, ja nimmt einen von ihnen in seine Nachfolge auf. Für die Gegner verrät Jesus damit, dass er nicht der Messias sein kann. Denn seine Gegner meinen zu wissen, dass Gott an sich nur für die Söhne Israels gut sein kann, kaum für andere. Aber Jesus erklärt, dass er gerade für Menschen gekommen ist, die an Leib oder Seele krank sind. Ohne Barmherzigkeit gibt es keine wahre Religion.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast gesagt die Kranken bedürfen des Arztes:

  • Vergib der Kirche alle Selbstgerechtigkeit.
  • Wecke die Solidarität der wohlhabenden Länder mit den jungen Völkern.
  • Hilf den Einsamen und Kranken durch die Liebe ihrer Brüder und Schwestern.
  • Schenke uns und allen Sündern die Freude der Heimkehr in Gottes Vaterhaus.

Herr, wende unser Herz zu dir, damit wir dir und den Menschen ehrlich dienen. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast uns den Leib und das Blut deines Sohnes geschenkt. Was wir auf Erden im Geheimnis feiern, sei uns Stärkung auf dem Weg zur Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.