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Gotteswort

27. Juni 2019


Donnerstag der 12. Woche im Jahreskreis

Es ärgert uns, wenn auf andere Leute kein Verlass ist. Wenn andere das Blaue vom Himmel herunter versprechen oder wenn sie „ja, ja“ sagen, ohne dass dann etwas passiert. Oder wenn einer einen besseren Posten wünscht, aber nachher die neuen Dienstpflichten nicht richtig erfüllt. Das Evangelium spricht heute von der Verlässlichkeit von Menschen, die Genesis von der Verlässlichkeit Gottes.

Hl. Hemma von Gurk (g)

Stifterin von Gurk und Admont

Hemma von Gurk, Gräfin, gründete das gleichnamige Benediktinerinnenkloster in Kärnten, wo sie später lebte. Mit ihrem Besitz ermöglichte sie die Gründung des Klosters Admont. + 1045.

Hl. Cyrill von Alexandrien (g)

Bischof, Kirchenlehrer

Cyrill von Alexandrien folgte seinem Onkel Theophil als Bischof von Alexandrien, verfasste viele Schriften und verteidigte gegen den Arianimus den Glauben der Kirche an die wirkliche Menschwerdung Gottes. Gegen den Nestorius verteidigte er den Glauben, dass Gott nicht nur in Christus (wie in einem Tempel) gewohnt hat, sondern dass Christus wirklich gott–menschlicher Natur ist. Auf dem Konzil von Ephesus (431) setzte er die Verurteilung des Nestorius durch, der Maria nur als Christusgebärerin, nicht als Gottesgebärerin anreden wollte. + 444.

Kyrie

Christus, du lehrst uns, den Willen des himmlischen Vaters erfüllen. Herr, erbarme dich.
Du willst, dass wir deine Worte nicht nur hören, sondern erfüllen. Christus, erbarme dich.
Du hast deine Kirche auf Fels gebaut. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott durch das Wirken deiner Gnade schenkst du uns schon auf Erden den Anfang des ewigen Lebens. Vollende, was du in uns begonnen hast, und führe uns hin zu jenem Licht, in dem du selber wohnst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 16,1–12.15–16

Ismaels Geburt

Sarai, Abrams Frau, hatte ihm keine Kinder geboren. Sie hatte aber eine ägyptische Magd namens Hagar. Sarai sagte zu Abram: Der Herr hat mir Kinder versagt. Geh zu meiner Magd! Vielleicht komme ich durch sie zu einem Sohn.

Abram hörte auf sie. Sarai, Abrams Frau, nahm also die Ägypterin Hagar, ihre Magd, – zehn Jahre, nachdem sich Abram in Kanaan niedergelassen hatte – und gab sie ihrem Mann Abram zur Frau.

Er ging zu Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie schwanger war, verlor die Herrin bei ihr an Achtung.

Da sagte Sarai zu Abram: Das Unrecht, das ich erfahre, komme auf dich. Ich habe dir meine Magd überlassen. Kaum merkt sie, dass sie schwanger ist, so verliere ich schon an Achtung bei ihr. Der Herr entscheide zwischen mir und dir. Abram entgegnete Sarai: Hier ist deine Magd; sie ist in deiner Hand. Tu mit ihr, was du willst. Da behandelte Sarai sie so hart, dass ihr Hagar davonlief.

Der Engel des Herrn fand Hagar an einer Quelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur.

Er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du und wohin gehst du? Sie antwortete: Ich bin meiner Herrin Sarai davongelaufen. Da sprach der Engel des Herrn zu ihr: Geh zurück zu deiner Herrin und ertrag ihre harte Behandlung! Der Engel des Herrn sprach zu ihr: Deine Nachkommen will ich so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann.

Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Du bist schwanger, du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismael (Gott hört) nennen; denn der Herr hat auf dich gehört in deinem Leid. Er wird ein Mensch sein wie ein Wildesel. Seine Hand gegen alle, die Hände aller gegen ihn! Allen seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht. Hagar gebar dem Abram einen Sohn und Abram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar ihm Ismael gebar.

Menschliche Rechtsvorstellungen und ein Beispiel der Treue Gottes

Abram fügt sich in das Stammesrecht und gesteht Sara die im alten Orient übliche Leihmutterschaft einer Sklavin zu. Gott aber überlässt diese Magd Hagar unter widrigen Umständen nicht ihrem Schicksal, sondern nimmt sich um sie und den Sohn Ismael an. Dieser wird der Stammvater der Araber. Hagar ist die erste Frau in der Genesis, die eine Engelsbotschaft erhält. – Die Lesung will auch die Verwandtschaft von Juden und Arabern unterstreichen. Im geistlichen Sinn gehören auch wir Christen zur der Nachkommenschaft Abrahams.

Antwortspalm

Psalm 106,1–5


R: Danket dem Herrn, denn er ist gütig.


Danket dem Herrn; denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
Wer kann die grossen Taten des Herrn erzählen,
all seinen Ruhm verkünden?

Wohl denen, die das Recht bewahren
und zu jeder Zeit tun, was gerecht ist.
Denk an mich, Herr, aus Liebe zu deinem Volk,
such mich auf und bring mir Hilfe!

Lass mich das Glück deiner Erwählten schauen,
an der Freude deines Volkes mich freuen,
damit ich gemeinsam mit deinem Erbe
mich rühmen kann.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden bei ihm wohnen. Halleluja.

Evangelium

Mt 7,21–29

Verlässlichkeit im Reden – Auf Felsen bauen – Wirkung der Bergpredigt

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Gegen den falschen Schein

Gott und andern gegenüber kann jemand leicht als Schönredner auftreten oder er kann auch wirklich Träger einer Sendung sein, dabei aber doch am Willen Gottes vorbei leben. Gott erwartet aber, dass wir auf ihn und sein Wort bauen, wie auf einen Fels. Und Gott will sich auf uns verlassen können. Schlimm ist es etwa wenn Christen, schön reden über das Evangelium, aber nicht entsprechend leben, wenn sie Wasser predigen, aber Wein trinken, oder ihre Ideen und bessere Lösungen anpreisen, aber gar nichts tun. Der Glauben muss sich auch in der Drangsal bewähren. (Stuttgarter NT)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du willst, dass wir dein Wort hören und befolgen:

  • Hilf allen, die das Evangelium verkünden, glaubwürdig zu leben.
  • Gib allen, die sich auf Gott berufen, den Mut, sich selber auf Gott einzulassen.
  • Lass alle, die verunsichert sind, festen Halt im Glaubens finden.
  • Gib, dass wir selber uns an dem Felsen halten, der du selber bist.

Starker Gott, du schenkst allen, die sich auf dich einlassen, Halt. Mache uns stark im Glauben und überzeugend im Handeln. Darum bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, du hast uns durch Leib und Blut Christi gestärkt. Gib, dass wir niemals verlieren, was wir in jeder Feier der Eucharistie empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 
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