Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
GOTTsuchen
Erste Advent
Christkönig
Tag der Armen

>> Home

[ print ]

 

Sonntagsgedanke - 4. November 2018

Nur etwas in unserem Leben ist todsicher: Der Tod. Es ist eine grosse Tragik, wenn wir diese Wirklichkeit verdrängen. Wer sich dem Tod stellt, hat mehr vom Leben. Denn er gehört zum Leben - ob wir das nun annehmen oder verdrängen.

Unser Glaube klammert den Tod nicht aus. Im Gegenteil. Tag für Tag stellen wir uns im Gottesdienst und im Gebet dem Tod. In jeder Eucharistie beten wir für alle Verstorbenen. Immer im Abendgebet der Kirche (Vesper) ist die letzte Fürbitte für die Verstorbenen. Allerseelen ist ein besonderer Tag des Gebetes für die Verstorbenen. Von dieser Haltung ist der ganze November geprägt. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass an diesen Stellen auch für uns gebetet wird. Im "Gegrüsst seist du Maria" bitten wir selbst Maria um ihr Gebet in der Stunde unseres Todes.

Die Heilige Schrift kennt kein Verdrängen des Todes. Unser Glaube trägt durch den Tod hindurch. Das lässt aufatmen und aus ganzem Herzen leben.

Von diesem Glauben und dieser Hoffnung zeugt der Hymnus der Benediktinerin Silja Walter (1919-2011), der im Stundengebet jeweils in Gebetszeiten für Verstorbene gesungen oder gesprochen wird:

Wenn wir im Tode leiblich zerfallen,
sind wir im Geist schon jenseits der Schwelle
ewiger Nacht.

Denn in der Quelle lebenden Wassers
tauchte uns Christus bei unsrer Taufe
in seinen Tod.

Sind wir im Sterben mit ihm begraben,
wissen wir gläubig, dass auch sein Ostern
er mit uns teilt.

Ehre dem Vater, Ehre dem Sohne,
ihm, der im Geiste Leben und Rettung
ewig uns schenkt. Amen.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren