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Extrovertierte Weihnachstzeit

Die Jüngsten des Klosters haben jedes Jahr die Aufgabe, den grossen Speisesaal für die Weihnachtszeit zu schmücken. In einem Punkt waren sie sich bald einig: Es darf nicht sein wie immer. Weihnachten – die Menschwerdung Gottes – ist immer überraschend. So soll es auch die Dekoration sei.

Dazu hat am Sonntag vor Weihnachten auch Papst Franziskus beim Angelus-Gebet aufgerufen: "Möge die Jungfrau Maria für uns die Gnade erwirken, sozusagen ein extrovertiertes Weihnachten zu erleben: Im Mittelpunkt steht dann nicht unser Ich, sondern das Du Jesu und das Du unserer Brüder und Schwestern, besonders derjenigen, die eine helfende Hand brauchen. Dann werden wir Raum haben für die Liebe, die auch heute noch Fleisch werden und unter uns leben will."

Ein bekannter Satz von Angelus Silesius (1624 – 1677) wurde zum Schlüssel für die Dekoration. Er steht jetzt über der Eingangstür ins Refektorium:
Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Das sollte in unserem grossen Speisesaal erfahrbar werden. Darum wurde darauf verzichtet, eine unserer grossen Krippendarstellungen aufzustellen. Im Gegenteil: Es sollte die kleinste sein, die aufzutreiben war. Stellen Sie sich das vor: Alle Mitbrüder kommen am Heiligen Abend ins Refektorium, aber es ist keine Krippe zu sehen. Dort, wo normalerweise die Früchte aufgestellt sind, steht ein grosser Korb mit Stroh. Daneben befindet sich ein Zettel mit dem Satz:
Um Christus zu finden, muss man sich tief beugen – damals wie heute.

Dann schaut man neugierig in den grossen Korb und sieht dort verloren im Stroh Maria und Josef und in der Mitte auf einem Spiegel das kleine Jesuskind, nicht grösser als ein halber Daumen. Wenn man das Jesuskind anschauen will, sieht man es mitten in seinem eigenen Gesicht: Ja klar, in mir, in dir will Christus zur Welt kommen – heute! Viele Menschen warten darauf.

 
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