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Sonntagsgedanke – 17. Februar 2019

Eine Bekannte von mir, eine Schwester, die sich seit vielen Jahren in der Kirche engagiert, in erster Linie für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, ging im Januar für einige Zeit nach El Salvador. Dort besuchte sie das Grab des unlängst heiliggesprochenen Bischofs und Märtyrers Óscar Arnulfo Romero. Sie traf sich mit Frauen und Männern jeglichen Alters, die sich mit ihren Stärken in den kirchlichen Dienst nehmen lassen. Teils unter Lebensgefahr leisten dort einige Christen Sozialeinsätze. Die Kriminalität in El Salvador ist erschreckend hoch, Gewalt und Korruption beherrschen den Alltag vieler Menschen. Doch der Glaube an Jesus Christus blüht und die Botschaft des Evangeliums wird vielerorts tatkräftig gelebt. Einmal hatte die Schwester ein Gespräch mit einem betagten Priester, der Óscar Arnulfo Romero noch gekannt hatte. Dieser habe gesagt: Wir in El Salvador haben noch Hoffnung. Ihr in Europa habt nur Angst, Angst zu verlieren. Ich denke, da traf der betagte Priester wohl ins Schwarze.

Es ist die Angst, die uns daran hindert, heilsame Veränderungen zuzulassen und befreiende Prozesse in Gang zu bringen, sei es in den Pfarreien, in den Ordensgemeinschaften oder anderswo. Die Angst ist oft stärker als die Hoffnung, die Bedenken sind grösser als der Glaube, die Sorgen gehen tiefer als das Vertrauen auf Gott.

Im Kommentar zur ersten Lesung aus dem Buch des Propheten Jeremia zum heutigen 6. Sonntag im Jahreskreis heisst es in einem Satz (zu lesen auf der Homepage des Klosters Einsiedeln unter «Gotteswort», 17. Februar):
«Jeremia ist überzeugt, dass letztlich nur ein unerschütterliches Vertrauen auf Gott die inneren Ängste nehmen und die Entfaltung des Lebens gewährleisten kann.»
Der Mensch, der auf Gott baut, lebt immer im Horizont der Hoffnung.

Und der betagte Priester aus El Salvador traf nochmals ins Schwarze, als er nachgefügt habe: In Europa wird viel über den Glauben gesprochen, hier in El Salvador wird er gelebt.

Wer im Horizont der Hoffnung lebt, fängt an den Glauben zu leben. Und ohne viele Worte wird er oder sie zum Hoffnungsträger in dieser Welt.
 

 
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