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Sonntagsgedanke – 21. Juli 2019

Marta, Marta ...

Da hat also die Schwester des Lazarus namens Maria, die bei einem Besuch Jesu nichts tuend zu Jesu Füssen sitzt, nach dessen Worten den besseren Teil erwählt als Marta, die in der Küche herumstresst, um etwas auf den Tisch zu bringen. –

Es gab Zeiten, da die Nonnen in geschlossenen Klöstern sich als still hörende Marias zu Füssen Jesu betrachteten und etwas herablassend auf die vielen aktiven Martas in den Klöstern von Menzingen und Ingenbohl herabschauten. Eine dieser Menzinger Schwestern, die leibliche Schwester unseres verstorbenen P. Kassian Etter, ließ das nicht einfach so auf sich sitzen. Es stimme zwar, sagte sie mir einmal, dass Jesus bei diesem Geschwisterzoff die passive Maria favorisierte. Dafür aber schenkte er ausgerechnet der beschäftigten Marta und nicht der passiven Maria eines seiner schönsten Worte im Evangelium: "Ich bin die Auferstehung und das Leben". Wie kam es dazu? Lazarus, der Bruder der beiden Schwestern, war gestorben. Maria "blieb im Haus sitzen", wie Johannes schreibt – typisch für sie. Marta aber machte sich sofort auf die Suche nach Jesus – auch typisch für sie. Als sie ihn findet, schenkt er ihr dieses wunderbare Wort "ich bin die Auferstehung und das Leben", um dann hinzuzufügen: "Glaubst du das". Das entlockt Marta ein Glaubensbekenntnis, das jenem des Petrus ("du bist der Messias") und jenem des Hauptmanns beim Kreuz ("Wahrhaft, dieser Mensch war Gottes Sohn") in nichts nachsteht, nämlich: "Ich glaube, dass du der Christus bist, der in die Welt kommen soll".

Der harmlose Rangstreit zwischen den Nonnen und den Schwestern gibt es heute nicht mehr. Der Mangel an Nachwuchs bringt es mit, dass auch in kontemplativen Klöstern viel Arbeit anfällt, oft auf dem Buckel der betagten Nonnen. –

Die meisten von uns sind vom Typ her wohl eher Martas. Arbeit, voller Kalender. Wie bei Marta ("Marta, Marta!") tut der Herr gut daran, unseren Vornamen zwei Mal zu rufen, damit wir ihn überhaupt hören und so kurz auf die Bremse stehen können.

Jesus schätzte die stille Maria, da besteht kein Zweifel.
Er hatte aber auch gleichzeitig ein gutes Wort für die aktive Marta.
Das ist wohl auch bei uns so.

P. Christoph

 
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